Schlagwort-Archive: Menschenwürde

AlterKnacker´s Streiflicht Nr.9

Eine Internet-Seite wie den FIWUS aus einem Obdachlosenasyl heraus zu betreiben, erzeugt schon so manche merkwürdige Situationen. Manch einer, der von dieser Situation weiß, bescheinigt mir Mut und Durchhaltevermögen, ich persönlich sehe es inzwischen als relative Normalität an, denn ich hätte ja Neunkirchen im Saarland nur nicht zu verlassen brauchen, denn dort hatte ich ja immerhin eine Zwei-Zimmer-Wohnung mit Küche, Dusche und sogar einem Balkon und ich hatte ja auch schon knapp neun Jahre durchgehalten. Dass ich diese Stadt und mindestens 90% der dort lebenden Menschen regelrecht gehasst habe wie die Pest, könnten so manche Leser als sekundär ansehen und kein Verständnis aufbringen. Mein Effenberg-Finger ist ihnen gewiss. Ich lebe nun mal im sogenannten letzten Abschnitt meines Lebens und ich brauche ein Umfeld im weiteren Sinne als nur eine Wohnung, in dem ich mich wohl fühle. Bayern und seine Menschen sind solch ein Umfeld, was bei so manchem Leser garantiert noch weiteres Unverständnis erzeugt, aber darüber kann ich dann nur lachen. Da ich in Deutschland doch relativ weit herum gekommen bin, fast immer rein beruflich, von Flensburg bis zum Bodensee und von Aachen bis immerhin im Osten nach Magdeburg, kann ich wohl selbst sehr gut beurteilen, wo ich mich wohl fühle. Weiterlesen

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Die deutsche Sprache: Verhunzt – Stichwort ‘Unternehmer’

Unternehmer in Deutschland? Dass ich nicht lache, liegt daran, dass mir ‘dieser’ Humor doch völlig abgeht, wenn unsere Sprache so verhunzt wird. Der Begriff “Unternehmer” und die sogenannten Träger dieses Begriffs sind inzwischen mehr als nur ein schlechter Witz.

Der wichtige Rest steht hier: (…)

Jubelarien in den Medien?

Dieser Tage ‘feiern’ WIR ein Jubiläum, auf dass wir in Deutschland gerne mehr als nur verzichten könnten.

HARTZ IV wird 10 Jahre alt, vom Standpunkt der ‘Ausarbeitung’ gesehen. Eingeführt und scharf geschaltet wurde es ja erst am 01. Januar 2005. Ein Kanzler, der nach einem Eintrag in den Geschichtsbüchern giert, lässt einen verurteilten Verbrecher ein Verbrechen am deutschen Volk begehen, indem das Sozialstaatsprinzip des Grundgesetzes einfach außer Kraft gesetzt wird. Weiterlesen

Danziger Str., Passau – und die ‘innere’ Fassade

Viel operative Hektik im Obdachlosenasyl. Es kommen ja immer auch mal Besucher, die sollen durch die Äußerlichkeiten wohl ‘beeindruckt werden.

Sie malern und streichen, sie bauen eine Hollywoodschaukel aus Holz. Beschäftigt sind 1-€uro-Jobber. Der Besitzer des Hauses, die WGP, hübscht nach Außen hin das Haus auf. Es werden Gelder verbraten nicht für die wirklich wichtigen Unzulänglichkeiten. Geländer im Treppenhaus werden mit einer kackgelben Farbe gestrichen, die Wände mit einem hellen Gelb-Orange.

Die Sanitäranlagen (hier die Duschkabine) gammeln weiter vor sich hin:

Duschkabine1neu

Der Duschkopf (nächstes Bild) ist völlig verkalkt und absolut unbeweglich, aber für die Verantwortlichen offenbar nicht wichtig genug, die vorrangig zu ändern. Besucher sehen so was recht selten, wenn überhaupt.

Duschkopf_neu

Die sogenannte Mischbatterie ist eine echte ‘Krankheit’. Man muss drücken, damit Wasser kommt und bekommt natürlich, da man ja direkt drunter steht, die ersten Wasserstrahlen eiskalt serviert, Sommer wie Winter. Der Clou kommt aber erst; nach dem Einschalten läuft das Wasser genau eine Minute, denn schaltet es ‘automatsch’ ab (wird wohl als sogenannte Sparsamkeit verkauft), ein kontinuierliches Waschen ist somit nicht möglich.

Im Winter gleichen die Sanitärräume eher Großraum-Kühlräume und da wird selbst einfaches Kacken zum Überlebenstrip.

Für mich persönlich hat man nach Intervention meinerseits eine Haltestange auf der rechten Seite der Kabine befestigt, damit ich mich festhalten kann, aber keines der Grundübel beseitigt, welche ein sicheres und ausgiebiges Duschen gewährleistet.

Zweite sogenannte ‘Unzulänglichkeit’ ist der Energieverbrauch in den Sanitärräumen. Es sind wohl jeweils drei Leuchtstoffröhren installiert, aber wenn die einmal geschaltet sind, bleiben sie natürlich an. Strom kommt ja aus der Steckdose und die Stadt bzw. der Staat zahlt ja; ist für die meisten Insassen eine bequeme Einstellung. Obwohl ich mich bemühe, dieses Denken bei mir nicht aufkommen zu lassen, denn genau solche Einstellungen sind der Anfang vom Ende, so bin ich doch fast machtlos und kann nur jedes Mal, wenn ich die Sanitäreinrichtungen aufsuche, beim Verlassen alle Stromquellen abschalten. Aufregen hilft da schon lange nicht mehr. Mit der Hausleitung habe ich wohl schon darüber gesprochen, aber gegen Ignoranz und Angst vor Jobverlust ist wohl kein Kraut gewachsen. Dafür wird jetzt viel Zeit und natürlich auch Geld für die sogenannten ‘Äußerlichkeiten’ aufgewandt. Für uns ‘Penner’ sind echte Innovationen sowie wie Perlen vor die Säue geworfen.

Mit echter Menschenwürde nicht vereinbar.

Machbare Politik und ein gesundes Maß an Egoismus

Noch einmal ein Hinweis an UNSERE geschätzten LeserInnen: Die blauen LINKS sind oft wichtige Beiträge, welche mich zu diesem und auch anderen Beiträgen animiert haben, deshalb der Hinweis, dass sie es mehr als verdient haben, auch Beachtung zu finden.

Liest man das Interview mit dem CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer heute in der WELT, dann höre ich ganz deutlich ein Pfeifen im Walde heraus, denn auch wenn er immer wieder betont, wie toll unsere Bundeskanzlerin Landes- und €uropaweit agiert und zudem die FDP trotz miesester Umfragewerte sich wieder erholt, um dann 2013 eine Neuauflage von Schwarz-Gelb zu installieren, sein ‘eigenes’ Bundesland steht vor einem Umbruch in der Gesamtpolitik und er vor einem Wahlverlust wie ihn Baden-Württemberg schon erlebt hat. Schon Weltweit verändern sich die politischen Gegebenheiten, “Occupy” sei Dank und dies geht auch nicht an den Wählern in Deutschland und Bayern spurlos vorbei.

Der wichtige Rest steht hier: (…)

Auch sogenannte Obdachlose haben Menschenwürde

Ich habe heute mehr als einmal überlegt, diesen Beitrag schon früher zu veröffentlichen, denn geschrieben wurde er schon am Samstag, den 04.02.2012, aber ich wollte dem Geschäftsführer der Haus-Inhaber-Gesellschaft aus Gründen der Fairness die Möglichkeit einer Stellungnahme geben. Diese Möglichkeit wurde nicht genutzt, da man offensichtlich nicht der Meinung ist, mit ‘Pennern’ überhaupt in einen Dialog zu treten. Ich bin mir schon bewusst, dass wir vom FIWUS den Verbreitungsgrad einer Bild-Zeitung haben und dadurch auch keinen besonderen Eindruck hinterlassen, aber jetzt stehen die Fakten nun mal im Internet und werden doch so manchen Menschen zum Nachdenken bringen. Weiterlesen

#Hartz IV – … und eine wirklich abstruse Situation

Zuerst habe ich ja heute früh noch zwei andere Beiträge hier im NET gelesen, die sich auf noch viel krassere Weise mit dem Thema SOZIAL-KILL beschäftigen, wie man vom Eifelphilosophen und im SPON nachlesen kann, bis ich bemerkte, dass ein Forenbeitrag, den ich gefunden hatte, dies alles noch anschaulicher beschreibt und das Thema unterfüttert.

Der wichtige Rest steht hier: (…)

#Sozial-Kill … und die sogenannte Elite lacht sich dusselig

Wenn unser Bundes-Wulff heute zurücktreten würde, könnte er trotz der Scheiße, welche er inzwischen an den Hacken hat, mit 200.000 €uronen Abfindung (auch Pension genannt) ganz locker rechnen. Einen direkten Rausschmiss braucht er ja nicht zu fürchten, denn Bundespräsidenten werden in diesem Land nicht entlassen, dafür aber immer noch viele andere Menschen, welche in diese Arbeitswelt nicht mehr passen. Und es gibt natürlich die Spezies Arbeitslose, meistens schon Hartz IV-Empfänger, welche schon seit Jahren auf neue Arbeitsplätze warten und sich auch darum bemühen, aber diese Chancen einfach nicht mehr bekommen, denn schon der Begriff “Hartz IV” ist, sehr grob ausgedrückt und natürlich politisch völlig unkorrekt, wie ein Judenstern. Natürlich weiß ich, dass ich mich damit angreifbar mache, besonders bei den jüdischen Mitbürgern, aber ich kann inzwischen keine anderen Vergleiche mehr heranziehen und lassen mich daher auch lieber Beschimpfen, als den Ausdruck zurück zu nehmen, aber ich bitte einfach dafür um Entschuldigung, denn ich bin garantiert kein Antisemit. Wer sich beleidigt fühlt, soll sich bei den Damen und Herren im Berliner Reichstag bedanken, ich schreibe nur, was ich wirklich fühle. Weiterlesen

Von dem man nicht spricht – Fortsetzung 1

Wenn man über Depressionen spricht, haben viele die Vorstellung, dass man dann den ganzen Tag trübsinnig und wehleidig rumläuft. Eine Depression ist aber kein konstanter Zustand.

Im April 1954 kam ich in die Schule. Am ersten Schultag wurde ich von meiner Mutter hin gebracht, den Rückweg musste ich schon alleine gehen. Zu dieser Zeit ging ich auch schon alleine einkaufen, alle kleinen Geschäfte waren in einem Umkreis von einem Kilometer und der Verkehr war zu dieser Zeit noch ziemlich überschaubar. Wir wohnten zu dieser Zeit mitten in der Stadt in der Kaiserstraße, nur 5 Minuten vom Hauptbahnhof entfernt. Unser Spielplatz war der Mittelgrünstreifen in dieser Straße, der auch heute noch existiert, da diese Straße eigentlich wie eine Allee angelegt ist, dass südliche Ende wird vom ziemlich großen Verwaltungsgebäude der Bundesbahn begrenzt, das Nördliche nahe des Rheins von der Christuskirche, einem Bau mit einer sehr großen Kuppel. Für ein Kind waren dies damals schon sehr beeindruckende Gebäude, da die restliche Umgebung doch noch mit ziemlich vielen Trümmergrundstücken übersät war. Weiterlesen

Von dem man nicht spricht

Ich heiße nicht Sven Hannawald oder Sebastian Deisler und schon gar nicht Robert Enke und was diese Herren mit ihren Erfolgen im Beruf in die Depression getrieben hat, kann ich nicht beurteilen. Auch ist die Psyche eines jeden einzelnen Menschen individuell gestrickt. Weiterlesen