Schlagwort-Archive: Menschen

Facebook, eine Diskussion – und als sogenanntes soziales Netzwerk nur bedingt tauglich

Gleich mal zu Beginn ein Hinweis: Ich werde meinen Facebook-Account nicht löschen, ich werde ihn nur nicht mehr nutzen. Ich bin und bleibe Google+-Nutzer.

Ich habe schon länger ein richtig schlechtes Gewissen, es kommen zu wenige Beiträge zur Zeit von mir im FIWUS. Ich habe mich dazu überreden lassen, mich an einer Aktion zu beteiligen, welche über Facebook läuft, ausgerechnet auf einer Plattform, die ich wirklich auf den Tod nicht ausstehen kann. Es ist aber auch wirklich nicht leicht, zu beschreiben, was mich auf Facebook so abstößt. Weiterlesen

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Natürlich sind auch überfüllte Hühnerställe ‚BIO‘

Vor dem Lesen dieses Beitrags möchte ich ganz besonders auf die Tatsache hinweisen, dass dies keine Satire ist, auch wenn es sich auf den ersten Blick so liest. Besonders der Titel des Beitrags sagt ganz klar aus, dass es sich bei besagten Hühnern in den Ställen nicht um Comix-Figuren aus Disney-Filmen handelt, sondern um lebendiges Federvieh. Diese sind BIO, ebenso wie ihr Produkt.

Jetzt hatten wir doch tatsächlich gerade ‘wiehernde Lasagne’, schon kommt die nächste Sauerei auf eine Frau Ilse Aigner zu, ihres Zeichens Ministerin für Landwirtschaft, Ernährung und noch so ein paar Begriffe mehr. Weiterlesen

AlterKnacker´s Streiflicht Nr.9

Eine Internet-Seite wie den FIWUS aus einem Obdachlosenasyl heraus zu betreiben, erzeugt schon so manche merkwürdige Situationen. Manch einer, der von dieser Situation weiß, bescheinigt mir Mut und Durchhaltevermögen, ich persönlich sehe es inzwischen als relative Normalität an, denn ich hätte ja Neunkirchen im Saarland nur nicht zu verlassen brauchen, denn dort hatte ich ja immerhin eine Zwei-Zimmer-Wohnung mit Küche, Dusche und sogar einem Balkon und ich hatte ja auch schon knapp neun Jahre durchgehalten. Dass ich diese Stadt und mindestens 90% der dort lebenden Menschen regelrecht gehasst habe wie die Pest, könnten so manche Leser als sekundär ansehen und kein Verständnis aufbringen. Mein Effenberg-Finger ist ihnen gewiss. Ich lebe nun mal im sogenannten letzten Abschnitt meines Lebens und ich brauche ein Umfeld im weiteren Sinne als nur eine Wohnung, in dem ich mich wohl fühle. Bayern und seine Menschen sind solch ein Umfeld, was bei so manchem Leser garantiert noch weiteres Unverständnis erzeugt, aber darüber kann ich dann nur lachen. Da ich in Deutschland doch relativ weit herum gekommen bin, fast immer rein beruflich, von Flensburg bis zum Bodensee und von Aachen bis immerhin im Osten nach Magdeburg, kann ich wohl selbst sehr gut beurteilen, wo ich mich wohl fühle. Weiterlesen

Auch diese Menschen muss ein Staat ‘ertragen’

Seit den Hartz-Gesetzen geht es in diesem Staat nur noch darum, wie produktiv ein Mensch eingeschätzt wird und was er zur Sicherung seiner Existenz leistet. Doch dieses sogenannte ‘neue Denken’ schadet insgesamt der Gesellschaft. Gerade gestern konnte ich in einem neuen Beitrag vom Eifelphilosophen einen erschütternden Bericht lesen, der von einer Verwahrlosung des sozialen Konsenses innerhalb unserer Gesellschaft berichtet und dieser Konsens ist quasi schon ‘politisch gewollt’ abgeschafft. Niemand in diesem Staat sollte in solch ein Leben gezwungen werden, so fühlt sich nämlich Staatsterror an. Nach außen wird von unserem Staatsgebilde immer noch von einer Demokratie gesprochen, aber die letzten zehn Jahre haben diesen Staat so nachhaltig ‘umgebaut’, dass von der ursprünglichen Staatsform fast nichts mehr zu erkennen ist.

Der wichtige Rest steht hier: (…)

Ob dass wohl in den FIWUS gehört?

Karl Jürgen Scheu, geb. am 24.03.1962, Beruf Koch – dass sind erst mal die Fakten.

Er stand in der Kälte, ich habe , ohne groß nachzudenken, geholfen und wurde verarscht. Wieder einmal.

Es begann am 10.11.2012. Am Abend des vorherigen Tages wurde ich von einem Bekannten gebeten, ob ich vielleicht wüsste, wie ein Mensch kurzfristig zu einem Dach über dem Kopf kommt. Für die damalige Nacht hatte er wohl noch einen Bleibe, also verabredeten wir uns für den nächsten Vormittag.

Der wichtige Rest steht hier: (…)

“Mutti”, die Konservativen, die Energiewende … und ich

Das Springer-Blatt, die WELT, motzt gegen unsere Regierung. In diesem Fall gegen die Energiewende. Die Töne in den Medien werden immer schärfer, auch vom politischen Gegner. Nur bei dem ist so was eigentlich relativ normal, zumal wir ja schon wieder einmal Wahlkampf haben, auch wenn so manche unserer Politiker dies für gar nicht gut halten, denn es dauert ja immerhin noch gut ein dreiviertel Jahr bis zur Bundestagswahl. Aber im Januar 2013 (mein Gott, jetzt habe ich doch glatt den Maya-Kalender vergessen) wird immerhin auch in Niedersachsen gewählt, nur zählt diese Wahl zu den sogenannten Nebensächlichkeiten des politischen Lebens. Weiterlesen

Die deutsche Sprache: Verhunzt – Stichwort ‘Unternehmer’

Unternehmer in Deutschland? Dass ich nicht lache, liegt daran, dass mir ‘dieser’ Humor doch völlig abgeht, wenn unsere Sprache so verhunzt wird. Der Begriff “Unternehmer” und die sogenannten Träger dieses Begriffs sind inzwischen mehr als nur ein schlechter Witz.

Der wichtige Rest steht hier: (…)

Routine?

Als Routine werden von mir immer wiederkehrende Abläufe interpretiert. Sie sind wichtig für mich. Sie erzeugen bei mir auch eine gewisse Art von Disziplin (auch sogenannte Penner haben eine solche). Sie werden oft aber negativ ausgelegt, besonders von Menschen, welche gern in Schubladen denken. Weiterlesen

Jubelarien in den Medien?

Dieser Tage ‘feiern’ WIR ein Jubiläum, auf dass wir in Deutschland gerne mehr als nur verzichten könnten.

HARTZ IV wird 10 Jahre alt, vom Standpunkt der ‘Ausarbeitung’ gesehen. Eingeführt und scharf geschaltet wurde es ja erst am 01. Januar 2005. Ein Kanzler, der nach einem Eintrag in den Geschichtsbüchern giert, lässt einen verurteilten Verbrecher ein Verbrechen am deutschen Volk begehen, indem das Sozialstaatsprinzip des Grundgesetzes einfach außer Kraft gesetzt wird. Weiterlesen

Danziger Str., Passau – und die ‘innere’ Fassade

Viel operative Hektik im Obdachlosenasyl. Es kommen ja immer auch mal Besucher, die sollen durch die Äußerlichkeiten wohl ‘beeindruckt werden.

Sie malern und streichen, sie bauen eine Hollywoodschaukel aus Holz. Beschäftigt sind 1-€uro-Jobber. Der Besitzer des Hauses, die WGP, hübscht nach Außen hin das Haus auf. Es werden Gelder verbraten nicht für die wirklich wichtigen Unzulänglichkeiten. Geländer im Treppenhaus werden mit einer kackgelben Farbe gestrichen, die Wände mit einem hellen Gelb-Orange.

Die Sanitäranlagen (hier die Duschkabine) gammeln weiter vor sich hin:

Duschkabine1neu

Der Duschkopf (nächstes Bild) ist völlig verkalkt und absolut unbeweglich, aber für die Verantwortlichen offenbar nicht wichtig genug, die vorrangig zu ändern. Besucher sehen so was recht selten, wenn überhaupt.

Duschkopf_neu

Die sogenannte Mischbatterie ist eine echte ‘Krankheit’. Man muss drücken, damit Wasser kommt und bekommt natürlich, da man ja direkt drunter steht, die ersten Wasserstrahlen eiskalt serviert, Sommer wie Winter. Der Clou kommt aber erst; nach dem Einschalten läuft das Wasser genau eine Minute, denn schaltet es ‘automatsch’ ab (wird wohl als sogenannte Sparsamkeit verkauft), ein kontinuierliches Waschen ist somit nicht möglich.

Im Winter gleichen die Sanitärräume eher Großraum-Kühlräume und da wird selbst einfaches Kacken zum Überlebenstrip.

Für mich persönlich hat man nach Intervention meinerseits eine Haltestange auf der rechten Seite der Kabine befestigt, damit ich mich festhalten kann, aber keines der Grundübel beseitigt, welche ein sicheres und ausgiebiges Duschen gewährleistet.

Zweite sogenannte ‘Unzulänglichkeit’ ist der Energieverbrauch in den Sanitärräumen. Es sind wohl jeweils drei Leuchtstoffröhren installiert, aber wenn die einmal geschaltet sind, bleiben sie natürlich an. Strom kommt ja aus der Steckdose und die Stadt bzw. der Staat zahlt ja; ist für die meisten Insassen eine bequeme Einstellung. Obwohl ich mich bemühe, dieses Denken bei mir nicht aufkommen zu lassen, denn genau solche Einstellungen sind der Anfang vom Ende, so bin ich doch fast machtlos und kann nur jedes Mal, wenn ich die Sanitäreinrichtungen aufsuche, beim Verlassen alle Stromquellen abschalten. Aufregen hilft da schon lange nicht mehr. Mit der Hausleitung habe ich wohl schon darüber gesprochen, aber gegen Ignoranz und Angst vor Jobverlust ist wohl kein Kraut gewachsen. Dafür wird jetzt viel Zeit und natürlich auch Geld für die sogenannten ‘Äußerlichkeiten’ aufgewandt. Für uns ‘Penner’ sind echte Innovationen sowie wie Perlen vor die Säue geworfen.

Mit echter Menschenwürde nicht vereinbar.