Routine?

Als Routine werden von mir immer wiederkehrende Abläufe interpretiert. Sie sind wichtig für mich. Sie erzeugen bei mir auch eine gewisse Art von Disziplin (auch sogenannte Penner haben eine solche). Sie werden oft aber negativ ausgelegt, besonders von Menschen, welche gern in Schubladen denken.

Morgens aufstehen, Toilettengang, Kaffee zubereiten und trinken, dabei eine Zigarette rauchen, dies sind solche Routinen. Zu 99% wird die Glotze eingeschaltet, damit ich mir nicht so ganz allein vorkomme, heute zum Beispiel aber nicht, bzw. ich lasse über einen USB-Stick Musik laufen, weil mir danach ist. Und da ich keine Stereoanlage im herkömmlichen Sinne habe, muss ich dies über meinen DVD-Player abwickeln.

Dabei wird sehr schnell vergessen, dass das Gehirn schon längst wieder auf Hochtouren läuft. Auch die Nacht mit ihren Träumen, wenn ich mich noch erinnern kann, wird abgearbeitet. Für mich persönlich geht es dabei nicht darum, meinen Tagesablauf zu strukturieren, diese Struktur wird von meinem ständigen Input an Informationen bestimmt, sobald der Computer läuft.

Zeitungen lese ich nicht oder nur ganz selten, da alle Infos auch im Internet stehen. Heute zum Beispiel habe ich als erstes einen Beitrag über Hunde aus dem Tagesspiegel gelesen, weil er mich halt interessiert hat und ich auch regelrecht darüber ‘gestolpert’ bin. Ich habe selbst schon mehrere Hunde gehabt und interessiere mich einfach dafür, besonders wenn sie es zu einem Artikel in einem Medium schaffen.

‘Meine’ Routine könnte man natürlich auch leicht als sogenannte Flucht werten, da ich ja sonst nichts mehr zu tun habe. Eine echte Aufgabe, eine Arbeit habe ich als Rentner nicht mehr. Von der Gesellschaft werden solche Menschen ziemlich leichtfertig und schnell als unwert klassifiziert. Ich persönlich empfinde es nicht so und ich sage dies auch ziemlich laut. Selbst wenn ich nur so rumsitze, bin ich in meinem Kopf immer produktiv. Ich denke. Nicht zu jedem Zeitpunkt kommt was essenzielles dabei raus, aber so ist so mancher Beitrag im FIWUS entstanden. Nicht alles, was einem als Information so aus dem Tagesgeschehen vor die Augen kommt, ist es wert, kommentiert und bewertet zu werden. Auch wenn ich eigentlich täglich wenigstens einen Beitrag schreiben will, ich tue es dann doch nicht. Dass ist oft eine ganz gezielte Unterbrechung meiner Routine, denn dann habe ich manchmal einfach keine Lust oder aber auch eine reine Schreibblockade. Zwingen hilft da gar nicht.

Gestern zum Beispiel fiel mir recht früh am Morgen ein, meinen Computer neu zu installieren. Es war einfach mal wieder an der Zeit, die Kiste zickte bei bestimmten Kleinigkeiten rum, also war sie fällig. Natürlich hätte ich auch ein Image zurückspielen können, dass nimmt so 20 Minuten in Anspruch, aber zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich schon entschieden, die Kiste muss mal wieder ‘jungfräulich’ werden. Mir selbst gesagt und dann getan. Drei Stunden später hatte ich wieder eine komplett neue Maschine. Total ohne den Ballast, welcher sich so über die Zeit in einem Computer ansammelt. Ein gutes Gefühl. Keine extrem schwierige Arbeit, nur manchmal nerv tötend durch die ständige Warterei. Geduld und Nachsicht muss man einfach für Microsoft aufbringen, für andere Betriebssysteme noch viel mehr. Ich persönlich habe ja Windows 7 Ultimate hier auf dem Computer, vom demnächst eintrudelnden Windows 8 werde ich wohl erst mal die Finger lassen, nachdem ich diesen Beitrag in Gänze und intensiv gelesen habe. Ein Auszug aus den Beitragskommentaren lege ich hiermit noch bei:

Re: Zwei kleine Dinge und alles ist gut

Autor motzerator 17.08.12 – 22:00

HierIch schrieb:
———————
> Zumal man sowieso nach einer Windowsinstallation ein paar
> Stunden benötigt, bis das System so eingerichtet ist, wie man
> es mag. Ist doch ganz normal. Nur jetzt ist es plötzlich ein
> riesen Problem.
Wo man früher ein paar Stunden frickeln musste, artet es bei
Windows 8 halt in Extreme aus. Selbst wenn man glaubt, alles
eingerichtet zu haben, muss man immer wieder eingreifen und
manche Dinge wie den Metro Startbildschirm bekommt man
gar nicht mehr los.
Der einzige Grund, dieses Windows 8 zu installieren, ist in
meinen Augen, um bei dem Mist auf dem Laufenden zu
bleiben.

Quelle

Ich persönlich werde mich mit der neuen Version von Windows schon noch befassen, wobei mir gerade einfällt, dass der Begriff “Windows” für Win 8 ja eigentlich gar nicht mehr passt. Vielleicht sollte man es in Zukunft “Kachelows” nennen oder vielleicht auch einen Wettbewerb ausschreiben, welchen Namen ‘das Ding’ in Zukunft haben könnte.

Ob die Kritik an Microsofts neuem Betriebssystem gerechtfertigt ist, wird sich sowieso früher oder später herausstellen. Ähnliches hatten wir ja schon bei Win Me und Vista. Microsoft kann sehr konsequent sein in der Fortführung seiner ‘Politik’. Die Konsumenten aber auch, wenn sie solchen Produkten dann einfach die kalte Schulter zeigen. Auch dies gehört zur Routine, wenn auch nicht zu meiner Täglichen.

Nicht zur Routine werden zum Beispiel Tage, an denen ich nur lese oder ganz besonders Tage, in denen ich auf Grund der miesen Witterung einfach nicht in die Gänge komme. Ich hänge dann sozusagen in den Seilen wie ein ausgepumpter Boxer. Dass sind auch diese Tage, an denen der DVD-Player schon mal heiß laufen kann. Futter dafür gibt es Gottseidank genug, auch wenn es manchmal sogar die x-te  Wiederholung ist. Es gibt für mich nun einmal Filme, welche ich immer wieder anschauen kann.

Gerade läuft als Background-Musik “I feel free” von Cream. Dass ist auch genau mein heutiges Feeling.

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