Kunst und Künstler und jegliche Art, davon zu leben

Auch wenn der nachfolgende Beitrag von einem Profi, der damit Geld verdient, zu denken und zu schreiben, verfasst wurde, so ist das nun mal sein Job, seine Berufung, seine Arbeit. Er hat ihn sich ausgesucht, er hat gelernt und setzt jetzt das Gelernte mehr oder weniger erfolgreich um.

Vielleicht kann man damit aufhören, seine Zeit mit Trivialitäten zu vergeuden, und an ein paar Grundtatsachen erinnern. Die erste lautet: Der Künstler arbeitet für Geld. Die anderes behaupteten, waren leider in erster Linie die Künstler selbst. Es ist aber nicht wahr und im Übrigen auch nicht schlimm. Er arbeitet des weiteren, wie der hier unverzichtbare Peter Hacks notiert, „weil er das Ergebnis seiner Arbeit von der Welt gebraucht glaubt“. Übertragen auf heutige Verhältnisse heißt das eine Bezahlinhalte und das andere Reichweite. Der Schriftsteller will bezahlt, aber auch gelesen sein.

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Wirklich kreative Menschen haben meist erst mal andere Ansatzpunkte. Zuerst sei mal mit dem Irrglauben aufgeräumt, der ‘Künstler’ arbeitet. Natürlich geht es auch in der Kunst zuerst mal ums Handwerk, aber dies entwickelt sich im Laufe eines künstlerischen Lebens. Künstler gestalten, oft genug aus dem Bauch heraus, auch und gerade bei Texten. Wenn ein Journalist sich als Künstler fühlt, wird er seinen Job aufgeben und sich mit seiner Kunst meist zuerst einmal zurück ziehen und sich erproben. Und er wird wissen, dass seine finanzielle Situation sich verändert. Sein ganzes bisheriges Leben wird sich verändern und wenn er durch nachdenken auf den Trichter kommt, dass er dies nicht durchhalten kann, wird wieder zurück gehen in seinen Job und sein Können für Geld und Sicherheit einsetzen.

Der wahre Künstler aber wird sich ausprobieren und seine Gedanken werden am wenigsten von materieller Sicherheit geprägt. Kunst ist kein DSDS, dass eine sogenannte kurzfristige sogenannte Prominenz erschafft, aber auch wieder fallen lässt.

Ein billiges Dach über dem Kopf, tägliche und oft karge Mahlzeiten und auch manchmal wirklichen Hunger werden ihn aber meist nicht von seinem Vorhaben abbringen. Natürlich wird er auch von Bekanntheit, ja sogar Ruhm träumen, wie jeder Lottospieler von den sechs Richtigen, aber er weiß meist auch, erzwingen kann er es nicht und trotzdem macht er weiter.

Keiner von uns Menschen kommt als Künstler auf die Welt, wir entwickeln uns, so wie wir uns auch hin zu unserer Bestimmung im Arbeitsprozess hin entwickeln. Anerkennung kann niemals erzwungen werden und da werden mir viele Künstler recht geben, die schon jahrelang vor sich hin vegetieren und von Erfolg und/oder nur Anerkennung träumen. Man denke nur an die vielen SchauspielerInnen, welche Tag für Tag auf den großen Durchbruch warten und dann doch nur als Komparsen für Sekunden zu sehen sind, ob vor der Kamera oder auch nur auf der Bühne. Ihre Hauptbeschäftigung ist meist Überleben in Jobs, welche ihnen eigentlich so gar nicht liegen, die aber ein Überleben sichern. Nur wirklich Wenige schaffen es, sich von der Masse abzusetzen und einen Durchbruch zu erzielen, aber eine wirkliche Sicherheit hat niemand von ihnen.

Andererseits werden aber Künstler niemals wirklich zum sogenannten normalen Volk gehören, sie sind zu Anfang erst mal nur Außenseiter, meist belächelt und/oder im schlimmsten Fall einfach ignoriert und einige geben auch nach einer gewissen Zeit aus einer Resignation heraus dann auf, aber viele geben auch die Hoffnung niemals auf. Ihre Kunst ist für sie Ansporn und Stärke zugleich, trotz der oft miesen Verhältnisse, in denen sie leben. Wem es nur darauf ankommt, Erfolg und Anerkennung zu haben, wird früher oder später scheitern.

Und was dies jetzt mit Copyright und/oder Verwertung zu tun hat, sollte sich bei diesem Beitrag erst mal selbst eine Meinung bilden und sich dann entscheiden, wie er/sie sich Künstlern gegenüber zukünftig verhält. Wer an Kunst glaubt und dies auch honorieren will, wird es ohne Murren tun und den/die Künstler auch angemessen bezahlen für dass, was sie für den einzelnen Konsumenten tun.

Ich persönlich zum Beispiel habe mich entschieden, zu schreiben, aber ich schreibe, um gelesen zu werden, nicht um Geld zu verdienen. Wenn sich jemand entscheidet, mich in irgend´einer Art zu honorieren, so freue ich mich und werde mich auch weiterhin bemühen, mein bestes zu geben, wie hier im FIWUS, aber es ist mir einfach ein Bedürfnis, mich mit zu teilen, wirkliche Kunst ist dies für mich persönlich nicht, eher ein Handwerk, welches ausbaufähig ist und so habe ich auch immer meine Zeit als Kameramann gesehen. Ich bin ein Handwerker, der aber keinen normalen Beruf hat, sonders dass macht, was einem persönlich Spaß macht.

Und wer mich zum Beispiel kopiert, zeigt mir schon dadurch, dass sich irgendetwas als richtig herausgestellt hat. Auch so was ist Anerkennung.

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