Gastbeitrag aus dem Blog "Medienlügen"

Freitag, 20. April 2012

23 Statistiken über die europäische Wirtschaftskrise, die fast zu verrückt sind, um sie zu glauben

Die Wirtschaftskrise wütet in Europa und es ist keine Besserung in Sicht. Die europäischen Volksvertreter haben Schulden von unvorstellbaren Ausmaß aufgetürmt und bekommen nun die Rechnung präsentiert. Der „Point of no return“ ist längst überschritten. Als einziger Lösungsvorschlag wurde uns das Sparen präsentiert. Doch jene Staaten die damit auch nur ansatzweise begannen schlitterten in eine Rezession. Ein typisches Beispiel ist Griechenland. Trotz Hilfspakete und Beschneidung der Arbeitnehmerrechte sowie des Sozialsystems verschlimmert sich die Lage zusehends. Es folgten Streiks und Ausschreitungen. Doch auch in Spanien, Italien und Portugal herrschen ähnliche Zustände. Hier nun 23 Statistiken über die europäische Wirtschaftskrise, die fast zu verrückt sind, um sie zu glauben.

Griechenland
#1 Die griechische Wirtschaft schrumpfte allein im Jahr 2011 um 6,8 Prozent. FAZ
#2 Die Arbeitslosenquote in Griechenland betrug noch 2011 14,8 Prozent. In den wenigen Monaten des Jahres 2012 ist sie auf unglaubliche 21,8 Prozent gestiegen. Jeder fünfte (!) Grieche, der für den Arbeitsmarkt in Frage käme, ist nun ohne Job. Das sind über eine Million Menschen. Kurier
#3 Die Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland stieg auf über 50 Prozent. Griechenland-Blog

#4 Allein im Großraum Athen haben in den letzten zehn Monaten 17 Prozent der Einzelhandelsgeschäfte geschlossen. Manager-Magazin
#5 Besonders schlimm erwischte es die Hafenstädte. So hat beispielsweise Perama eine Arbeitslosenquote von 60 Prozent. Handelsblatt
#6 Der Schuldenstand Griechenlands beträgt 150 Prozent des Bruttoinlandprodukts. DW
#7 Das Budget für Krankenhäuser wurde um 40 Prozent gekürzt. Krisenblog
#8 Für Arbeitnehmer unter 25 Jahren wurde der Mindestlohn auf 511 Euro Brutto (!) gekürzt. Älteren Arbeitnehmern wird auch nur ein Mindestlohn von 586 Euro zugestanden und das bei fast gleichen Lebenshaltungskosten wie in Deutschland und Österreich. Griechenland-Blog
#9 Griechenland hat ungedeckte Verbindlichkeiten (das sind Schulden des Umlageverfahrens, bedeutet Zahlungsversprechungen die künftige Generationen berappen müssen) von 800 Prozent (!) des BIP.
#10 Völlig verzweifelte Griechen infizieren sich absichtlich mit AIDS um eine höhere Sozialhilfe zu erlangen. Focus

Spanien
#11 Die Arbeitslosenquote in Spanien beträgt mittlerweile 23,6 Prozent. Das sind über 5 Millionen Menschen. Google-Publicdata
#12 Die Jugendarbeitslosigkeit beträgt über 50 Prozent. Deutsche MittelstandsNachrichten
#13 Der Anteil der „faulen Kredite“ (Kredite die als uneinbringbar gelten) beträgt 6,5 Prozent des gesamten Kreditvolumens. Handelsblatt
#14 Die drei größten Banken Spaniens haben ein Handelsvolumen von über 2 Billionen Euro. Das ist doppelt so hoch wie das spanische BIP. Alle drei Banken befinden sich am Rande des Kollaps. CNBC
#15 Über 500 Immobilien werden pro Tag zwangsversteigert. goldblogger
#16 Prognose fürs Budgetdefizit 2012: über 11 Prozent. theglobeandmail

Portugal
#17 Arbeitslosenquote 15 Prozent Google-Data
#18 Jugendarbeislosigkeit 35 Prozent Die Presse
#19 Allein im März liehen sich die Banken 56 Milliarden Euro von der EZB um den Bankrott zu vermeiden Welt
#20 Alle Schulden zusammengezählt (öffentlicher und privater Sektor) kommt Portugal auf eine Schuldenquote von 360 Prozent vom BIP. The Telegraph

Italien
#21 Fast ein Drittel der Jugendlichen sind arbeitslos Welt
#22 Italiens Staatschulden sind 2,7mal höher als jene von Griechenland, Portugal und Irland zusammen CNN
#23 Die Staatschulden betragen 120 Prozent vom BIP Focus
Warum ist Europa bisher noch nicht gecrasht? Nun, die Politiker haben alle möglichen Tricks ausgepackt. Eine entscheidende Rolle dabei spielte die EZB. Sie warf die Geldmaschine an und druckte wie verrückt, um die Geldmenge zu erhöhen. Dies hat zwei Gründe:
1. Die Banken können gerettet werden
2. Die Banken können mit dem Geld Staatsanleihen kaufen (die sonst niemand mehr kaufen würde) und somit den Untergang der Südländer und den damit verbundenen totalen europäischen Crash hinauszögern.
Wie lange können wir dieses Spiel noch treiben? Nicht mehr lange. Lehman-Brothers hatte vor seinem Untergang für jeden Euro, den sie tatsächlich in Händen hielten, 30 Euros verliehen. Zum Vergleich: Die EZB hat mittlerweile für jeden Euro 36 Euro an Krediten vergeben. Die Deutschen Banken haben diesbezüglich eine Quote von 32 zu 1. Sie stehen also schlechter da, als Lehman-Brothers vor dem Crash.
Die Schaffung des Geldes aus dem Nichts war eine zeitlang recht vergnüglich. Mit dem Geld wurde nur so herumgeschleudert. Bezeichnenderweise kam es nicht jenen zu Gute die es dringend bräuchten, sondern jenen, die sowieso schon mehr hatten als man in Tausend Leben verbrauchen kann. Jetzt bekommen wir die Rechnung für die Gier dieser Menschen präsentiert. Wie wird es nun weitergehen?

Quelle: theeconomiccollapseblog

Eingestellt von Peter van Dorren um 08:44

Quelle und ich habe höflichst angefragt, ob ich diesen Beitrag übernehmen kann.

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