Klicks auf Links bald kostenpflichtig?

Da kommt was auf UNS zu, was sich sehr schnell zu einer katastrophalen Lawine entwickeln kann. Der Journalismus lebt nicht nur vom eigenen erstellten Text, denn wenn man nur noch eigene Formulierungen verwenden darf, ohne eine Rechnung zu bekommen, dann entwickelt sich Sprache in geschriebener Form sehr schnell zu einem kostspieligen Unterfangen, denn irgend wann kommt auch noch jemand auf die Idee, ein Patent auf das gesamte ABC anzumelden und damit schon für die einzelnen Buchstaben Kohle zu verlangen.

Links sind Hinweise auf andere Texte, welche sich schon seit einigen Jahrzehnten im Textverhalten durch computergestütztes Erstellen von Texten eingebürgert hat. Die Textverarbeitung hat sich total verändert. Wie hier durch das Anklicken des blauen Textes wird auf einen anderen Text verwiesen und ein neues Fenster geöffnet, um diesen Text zu lesen.

05.03.2012

Journalismus im Internet

Koalition will Leistungsschutzrecht für Verlage einführen

Mehr Geld aus dem Netz? Der schwarz-gelbe Koalitionsausschuss hat am Sonntag beschlossen, ein Leistungsschutzrecht für Presseverlage einzuführen. Dadurch sollen Verlage von Aggregatoren und Suchmaschinen wie Google Geld für Textzitate bekommen können. Wie das genau funktionieren soll, ist unklar.

Im Protokoll des Koalitionsausschusses vom Sonntag ist es nachzulesen. „Verlage im Online-Bereich“ sollten „nicht schlechter gestellt sein sollen als andere Werkvermittler“. So steht es auch schon im schwarz-gelben Koalitionsvertrag. Deshalb sollten „Hersteller von Presseerzeugnissen ein eigenes Leistungsschutzrecht für die redaktionell-technische Festlegung journalistischer Beiträge oder kleiner Teile hiervon erhalten“.

Quelle: Hier weiterlesen

Dieses hier jetzt eingefügte Zitat als Ausschnitt zu einem Beitrag im SPON wäre nach den Vorstellungen unsere ach so intelligenten Politiker und ihrer Lobbyisten dann kostenpflichtig. Sollen WIR im Internet vielleicht nur einfach mundtot gemacht werden? Sind WIR inzwischen schon eine solche ‘Bedrohung’ für die etablierten Medien?

Die etablierten Medien, welche auf konventionelle Art Zeitungen erstellen und dann zusätzlich noch im Internet publizieren, verdienen ihr Geld nicht mit dem Verkauf von Zeitungen und Zeitschriften, sondern hauptsächlich durch Werbung, welche bei ihnen geschaltet wird und das Gleiche gilt noch mehr im Onlinebereich. Natürlich ist so etwas auch ein Risiko, aber wo gibt es keine Risiken im Geschäftsleben? Jeder normale Kaufmann trägt solche Risiken, wenn er nicht richtig entscheidet, welche Waren er verkaufen will. Fällt er eine falsche Entscheidung, bleibt er auf seinen Waren sitzen und geht bankrott.

Was sich hier aber die Politik so einfallen lässt, ist eine Abzocke durch die Hintertür, verbrämt als politischer Wille, in Wirklichkeit aber durch intensive Lobbyarbeit herbeigeführte Zusatzeinnahmen für die Verleger.

Dagegen müssen WIR uns wehren.

Im Netz wird die Diskussion um das Leistungsschutzrecht letztlich als absurde Idee wahrgenommen. „Als müsste der Busfahrer dem Kirmesbetreiber Geld dafür geben, dass er die Kunden zu ihm bringt. Dem Vorhaben fehlt jede innere Logik“, erklärte beispielsweise der Medienjournalist Stefan Niggemeier. Den Vorstoß der Regierungskoalition zu dem Thema kommentierte der Blogger Marcel-André Casasola Merkle: „Netzpolitik ist wie eine heiße Herdplatte. Und die Koalition fasst immer wieder hin.”

Quelle: Hier weiterlesen

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