Integration – ein oft gebrauchtes Wort und vielfach missverstanden

Wir leben fast ausschließlich nur noch von Schlagwörtern und so mancher Leser ist dann der Meinung, wenn er sich nur genug damit ‘füttert’, er könnte dann mit reden. Aber dabei ist es wie mit dem fast-Food, diese Schlagwörter sind schnell inhaliert, liegen dann aber wie Backsteine im Magen.

Wir Menschen, egal welchen Geschlechts und welcher Haut-, Haar- oder Augenfarbe leben nur auf diesem einzigen Planeten und sollten also mit dem Wort “Integration” extrem sparsam umgehen, denn wir können nirgends woanders hin. Dass wir viele Länder und Staaten haben, ist kein Naturgesetz, sondern von Menschenhand gemacht. Natürlich sollten wir über alle Gegebenheiten eines friedlichen Zusammenlebens debattieren, aber in einer Form, welche nicht gleich im Schubladendenken endet.

Für die Politik ist Schubladendenken wohl Voraussetzung, damit man in den verschiedenen Ideologien erkennbar bleibt. Aber wieder kein unabänderliches Naturgesetz. Missverständnisse sind also gerade in solchen Debatten über Schlagwörter vorprogrammiert und es bedarf eines sehr langen Prozesses, um Veränderungen in Denkweisen zustande zu bringen, oft über Generationen hinweg.

“Ich bin gut und der da ist böse”, solche Einstellungen sind meist von Vorurteilen geprägt, welche schon seit Jahrtausenden weitergegeben werden, ohne dass mal ein schlauer Kopf das Gegenteil beweist und versucht, etwas zu verändern. Wir alle haben Vorurteile, auch ich persönlich schließe mich da nicht aus, und doch, wenn ich dann über bestimmte Dinge mal etwas ernsthafter nachdenke, komme ich manchmal auch zu Erkenntnissen, welche mich selbst überraschen und es liegt dann ganz allein an mir selbst, meine Verhaltensweisen zu revidieren.

Als Menschen auf diesem Planeten sind wir gegenseitig auf uns selbst angewiesen und verhalten uns doch so, als wären wir die Krone der Schöpfung und unser Verhalten absolut einzigartig. Diesen Zahn haben uns einige schlaue Köpfe schon mehrmals gezogen und doch fallen wir immer wieder in die gleichen Muster zurück und verhalten uns dadurch wie Idioten. Nur sind die meisten von uns Menschen keine solchen, sondern wir sind nur oft genug zu faul und zu bequem, die eingefahrenen Pfade zu verlassen und neue Wege zu gehen. Zusammenleben ist ein sich ständig veränderbarer Prozess, ob uns dass nun gefällt oder nicht.

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